Die Spectrum-Rakete von Isar Aerospace auf der Startrampe im norwegischen Weltraumbahnhof Andøya. (Bildnachweis: Isar Aerospace)
Der erste Flug der Spectrum-Rakete von Isar Aerospace endete heute auf dramatische Weise.
Das deutsche Unternehmen Isar Aerospace hat am Sonntagmorgen (30. März) versucht, die erste Orbitalrakete von europäischem Boden aus zu starten. Die Spectrum-Rakete des Unternehmens hob vom europäischen Weltraumbahnhof Andøya in Norwegen ab, erlitt aber 18 Sekunden nach dem Start eine Anomalie.
Ein dramatisches Video vom Start zeigt, wie die Rakete nur wenige Sekunden nach dem Start ins Taumeln gerät, auf den eisigen Boden stürzt und in einem leuchtenden Feuerball explodiert.
Video of Isar Aerospace Spectrum hitting the ground.
Video from @vgnettpic.twitter.com/lnCe90a17l
— VSB – Space Coast West (@spacecoastwest) March 30, 2025
Es ist unklar, was die Anomalie verursacht hat, aber es scheint, dass die Spectrum-Rakete von Isar nur wenige Sekunden nach ihrem ersten Flug zu taumeln begann. Der Vorfall zeigt, wie die Rakete mit abgeschalteten Triebwerken auf den Boden stürzt. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Flugkontrolleure den Flug abbrachen, als das Fahrzeug zu taumeln begann.
Bei dem heutigen ersten Testflug von Spectrum waren keine Nutzlasten an Bord. Isar Aerospace hat lediglich versucht, während des Jungfernflugs Daten über das Fahrzeug zu sammeln.
Dies war der erste Raketenstart vom Weltraumbahnhof Andøya, der 2023 an der Norwegischen See in Nordnorwegen eröffnet wurde. Die Bodenstationen und Einrichtungen des Weltraumbahnhofs wurden speziell für Isar Aerospace und die Spectrum-Rakete gebaut und scheinen heute unversehrt zu sein.
Spectrum ist etwa 28 Meter (95 Fuß) hoch. Isar Aerospace bewirbt Spectrum als kleine bis mittelgroße Trägerrakete, die bis zu 1.000 Kilogramm (2.200 Pfund) in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern kann.
Spectrum hat die Umlaufbahn noch nicht erreicht, aber Isar hat bereits eine Vereinbarung mit der norwegischen Raumfahrtbehörde für die ersten kommerziellen Missionen der Rakete unterzeichnet, in deren Rahmen sie bis 2028 die Satelliten des Programms zur Überwachung des Arktischen Ozeans (AOS) starten wird. Es ist unklar, ob die heutige Anomalie diesen Zeitplan beeinflussen wird.