Copernicus Sentinel-3 hat Aufnahmen der totalen Sonnenfinsternis 2024 eingefangen. (Bildnachweis: enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (2024), bearbeitet von der ESA)
Am 29. März 2025 wird eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein, wenn der Mond vor der Sonne vorbeizieht. Fotografen auf der Erde werden Aufnahmen machen, wie ein Stück aus der Sonne „herausgebissen“ wird. Aus dem Weltraum heraus werden Satelliten den Schatten dokumentieren, der über unseren Planeten wandert.
Der Mond wirft ständig zwei Arten von Schatten. Der äußere, größere Schattenbereich ist diffus und wird als Halbschatten (Penumbra) bezeichnet. Im Zentrum liegt dagegen ein viel kleinerer, deutlich dunklerer Kernschatten (Umbra). Nur dieser verursacht eine totale Sonnenfinsternis – zu beobachten entlang eines schmalen, dunklen Korridors auf der Erde, der als Totalitätszone bekannt ist. Am 29. März trifft jedoch nur der Halbschatten des Mondes auf die Erde, sodass keine totale Finsternis stattfindet.
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Obwohl in Europa, Westafrika, Ostkanada und dem Nordosten der USA eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein wird, werden Satelliten einen dunklen Schatten über dem Atlantik beobachten, der sich mit der Nachtseite der Erde vermischt. Der Grund? Es hängt davon ab, wo der Halbschatten des Mondes am dunkelsten sein wird.
Diese partielle Sonnenfinsternis fällt zeitlich extrem früh im Vergleich zu einer totalen Finsternis. Im Höhepunkt des Ereignisses in der Nunavik-Region von Québec, Kanada, werden Beobachter bei Sonnenaufgang sehen, wie 94% der Sonne vom Mond verdeckt werden – hier wird der Finsternisschatten am tiefsten sein.
Während sich der Halbschatten über Europa ausbreitet, wo nur eine relativ schwache Bedeckung sichtbar sein wird, fällt die Verdunkelung deutlich milder aus. Dadurch wird es für Satelliten schwieriger, diesen Effekt klar darzustellen.
Copernicus Sentinel-3 hat Aufnahmen der totalen Sonnenfinsternis 2024 eingefangen. (Bildnachweis: enthält modifizierte Copernicus-Sentinel-Daten (2024), verarbeitet von der ESA)
Der Schatten einer Sonnenfinsternis bewegt sich stets von West nach Ost – obwohl Sonne, Mond und Sterne scheinbar im Osten aufgehen und im Westen untergehen. Der Grund: Der Mond umkreist die Erde in derselben Richtung wie die Erdrotation. Laut Ernie Wright vom NASA Scientific Visualization Studio bewegt er sich jedoch mit 3.700 km/h doppelt so schnell. Die Erdkrümmung beschleunigt den Schatten zusätzlich.
Geostationäre Wetter- und Umweltüberwachungssatelliten in 36.000 Kilometern Höhe liefern oft die eindrucksvollsten Aufnahmen von Mondschatten während einer Sonnenfinsternis. Zu den Satelliten, die in der Vergangenheit bereits spektakuläre Eclipse-Bilder geliefert haben, zählen GOES-16, Copernicus Sentinel-3 und Himawari.
Auch Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS könnten die Finsternis fotografieren – wie bereits während der totalen Sonnenfinsternis am 8. April 2024 geschehen. Besonders lohnt sich hier der Blick auf die Arbeiten des Astrofotografen und ISS-Astronauten Don Petit, der aktuell atemberaubende Aufnahmen aus dem All zurücksendet.